Vielfalt aus 25 Jahren

Margit Lehmann zeigt an drei Orten in Asperg Bilder und Objekte. Verteilt auf das Rathaus, den Keltensaal und die Stadtbüche­rei zeigt die Asperger Künstle­rin Margit Lehmann Bilder in verschiedenen Techniken, Farb­drucke, Buchhüllen und dürre Gestalten aus rostendem Stahl.

Asperg. Im Keltensaal herrschte am Montagabend während der Vernis- sage zur Ausstellung drangvolle Enge, Dass diese Künstlerin in As­perg lebt und arbeitet ist ein Vor­zug, den auch Bürgermeister Ulrich Storer in seiner Begrüßung der zahl­reichen Besucher zu würdigen wusste, indem er die große Verbun­denheit von Margit Lehmann mit der Stadt hervorhob, weil sie immer wieder in ihren Werken Themen be­handele, die etwas mit Asperg und seiner Geschichte und Gegenwart zu tun haben.

Während des Rundgangs durch die umfangreiche Ausstellung trifft der Besucher im Rathaus beispiels­weise auf ungewöhnlich gestaltete Werke, in denen sich die Künstlerin 1991 mit dem Motiv „Hohenasperg" in einer Fotoübermalung oder auch 1985 in einem Farbdruck mit Mische technik mit „Asperg in alten Ansich­ten" befasste.

„Margit Lehmann hat nichts von ihrer sprühenden Vitalität verloren und beweist ungebrochen ihre Lust am kreativen Tun", erklärte Al­brecht Seilner, einstiger Bürgermeis­ter von Gerlingen, der sich auch am Montagabend im Keltensaal von As­perg als exzellenter Kunstkenner präsentierte. „Die Arbeiten haben Power", fügte er hinzu.

 

auffällig und ungewöhnlich sind die schmalen, überdimensional ho - hen Silhouetten von menschlichen Gestalten, die Margit Lehmann so­wohl aus Stahl schnitt, der im Lauf der Zeit zunehrtien Rost ansetzt, oder auch aus Holz. Im Keltensaal kommen sie markant zur Wirkung. „Für Margit Lehmann ist Kunst Installationen,. Skulpturen und Bilder niemals nur Unterhaltung", unter­strich Albrecht Sellner und hob die „Balance aus Formen und rhythmi­scher Bewegung", wie sie kennzeich­nend sind für die Werke der-Asper­ger Künstlerin, hervor. Dafür gibt es in der Ausstellung vielfache Belege. Im Rathausfoyer

Die insgesamt 46 Exponate die­ser außergewöhnlichen Ausstellung belegen dies eindeutig. Vor allem wird hier die enorme künstlerische Vielfalt von Margit Lehmann doku­mentiert. Auffällig sind meterhohe Arbeiten wie zehn bemalte Holzkäs­ten, die als „begehbares Malbuch" zu verstehen sind, in denen ab­strakte Farblinien, Chiffren und Zei­chen

die vibrierende Emotionalität der Künstlerin bei der Schöpfung dieser Werke artikulieren. Ebenso sind Installationen, Skulpturen und Bilder mit Köpfen zu sehen, mit de­nen sie ihre kritische Betrachtung der Menschen artikuliert. Aquarelle in leicht fließender Farbigkeit ge­ben Impressionen von einer „Reise nach Venedig" wieder. Immer wie­der aber sind es Büchhüllen, die sie zu Bildträgern verwandelte und auf denen sie sich unter anderem mit speziellen alttestamentarischen Themen unter dem Titel „Die zehn Gebote der Erotik" auseinander setzte. Wer diese auf drei Bereiche verteilte Ausstellung ansehen möchte, sollte sich Zeit mitbringen, um die eigenwillige Ausstrahlung der Lehmann-Werke auf sich wirken zu lassen.

 

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit"

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